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Die ersten beiden Kategorien nenne ich "Frauen, die im Rahmen stecken".
Es sind diejenigen, die sich über ihre körperlichen Attraktionen definieren, also so, wie Männer es von Frauen erwarten.
Der Rahmen heißt:
Die Frauen der zweiten Kategorie, befinden sich im "Rahmen", haben aber das Gespür fürs Älterwerden entwickelt, und ihnen ist klar, dass sie ab einem bestimmten Zeitpunkt einfach nicht mehr zur "Jugend" gehören. Sie legen das lange Haar des Mädchens ab und sich das Symbol der "erwachsenen Frisur" (Kurzhaarschnitt) zu. Damit versuchen sie so alt auszusehen, wie sie wirklich sind.
In beiden Fällen ist es eine schwierige Gradwanderung, die "richtige" Optik zu finden, wenn die Entwicklung der Persönlichkeit nicht dem erreichten Alter entspricht!
Vor ein paar Tagen sah ich in einem amerikanischen Fernsehkanal
eine Reporterin, etwa Ende Dreißig. Sie war professionell gekleidet,
sprach sehr souverän und ihr Gesicht war das einer attraktiven, gut
geschminkten, routinierten Journalistin. Eine erfahrene Frau mit
starker Persönlichkeit.
Aber: sie hatte lange glatte hellblonde Haare bis zur Taille! Die
widersprüchlichen Signale, die diese Frau aussandte waren
befremdlich und verwirrend.
Das lange Haar lenkte unglaublich ab - von der Journalistin, von dem, was sie sagte, von ihrem Interviewpartner. Ich denke, dass diese Frau ihren Job gut gelernt hat und auch, sich zu präsentieren, aber ihre innere, eigene Entwicklung ist bei dem College-Girl, Anfang zwanzig, stehen geblieben.
Der Rahmen dieser Mädchen-Frauen enthält keinesfalls "ich bin klüger, erfolgreicher, stärker als mein Mann". Darum engen sie sich ein. Die meisten legen Geld nur in Kleidung und zur sonstigen Verschönerung ihres Körpers an und sind damit dem Idealbild eines Mädchens verhaftet, entwickeln nicht die weiblich-erotische Komponente einer reifen Frau.
Sie investieren nichts in geistige Fortbildung und persönliche Weiterentwicklung, damit würden sie den Rahmen sprengen.
Kurzhaarfrisuren lassen Frauen souveräner, selbstsicherer, erwachsener wirken und zeigen die Persönlichkeit. Sie geben dem Gesicht - und der Frau - Kontur. Karrierefrauen wissen das und machen sich diesen Effekt zunutze, wenn sie in führende Positionen aufsteigen wollen.
Und weil sich Frauen, die "im Rahmen" stecken, als Persönlichkeit noch nicht ganz auf die eigenen Beine gestellt haben, tun sie es den Karrierefrauen gleich, um nach außen zu demonstrieren, was sie innen noch nicht vollzogen haben. Sie bleiben damit allerdings auf der bedauernswerten Ebene eines sexuellen Neutrums - wie es Berufsfrauen im oberen Karriere-Level einer Männergesellschaft während ihrer Arbeitszeit vernünftigerweise anstreben.
Es geht aber auch anders!
"Ich habe mich immer gefragt, warum ich fünfzig Jahre gebraucht habe, um erwachsen zu werden. Aber jede normale Frau braucht fünfzig Jahre, um diese verrückte Welt zu durchschauen."
Shirley Conran
Die Frauen haben in Bezug auf Beruf und Karriere mittlerweile Beträchtliches geleistet. Das Ergebnis ist die dritte Kategorie: es sind selbstbewusste, erfolgreiche, finanzkräftige Frauen, die sich von den alten Rollenklischees unabhängig gemacht haben.
Bei
uns sind es noch nicht so viele, in den USA gehören sie zum Alltag.
Die "Working Women", mit reifer, erwachsener Ausstrahlung und
Persönlichkeit, die selbstbewusst mit voller, tiefer Stimme
sprechen. Sie fordern Respekt, unterstreichen ihre Weiblichkeit und
drücken ihre ureigene erwachsene Sexualität aus - wann und wo immer
sie es wollen.
Sie haben es nicht nötig, sich mit Hilfe veralteter Symbole zu
einer erwachsenen Frau zu machen - Sie sind es!
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