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macht sichtbar was in Ihnen steckt.

Funktion der (Ver-)Kleidung

Outfit-
Elemente:

Frisur

Rock

Pumps

Kleiden wir uns oder verkleiden wir uns?

Ich denke, wir tun beides.

Was bedeutet denn die kleine Vorsilbe "ver"? Sie schiebt etwas vom originalen, natürlichen Platz an eine andere Stelle. Sie ver-rückt, ver-schiebt, ver-dreht, ver-wandelt das Ursprüngliche.

Sich kleiden, ohne "ver", erfüllt einen bestimmten Zweck. Wir frieren - ein Pullover hilft uns gegen die Kälte. Wir wollen uns nicht verletzen, also ziehen wir Schuhe an. Mein Haar fällt mir bei der Arbeit ins Gesicht, also nehme ich eine Spange und fasse es zusammen.
Sich kleiden hat kein anderes Ziel, als das Leben angenehmer und praktischer zu machen.

Jetzt kommt das kleine "ver" davor und ver-ändert den Zweck der Kleidung.

Wir setzen Pullover, Schuhe und Haarspange systematisch und überlegt ein, um uns anders zu zeigen, als das, was ganz ohne Kleidung von unserer Persönlichkeit wahrzunehmen wäre.
Oder wir benutzen Kleidung, um uns zu ver-stecken.

Mit Kleidern können wir uns gezielt verkleiden. Einmal im Jahr, an Fasching, ist es uns offiziell gestattet, als Zigeunerin oder Mickey Maus herumzulaufen.
Aber verkleiden wir uns nicht fortwährend?

Stellen wir uns nicht ständig mit unserem Erscheinungsbild so dar, wie wir es jeweils für vorteilhaft erachten? In einer Konferenz bin ich die und die, in einer Cocktailbar präsentiere ich eine andere Version meiner Persönlichkeit.

Wir erzeugen sie mit Mitteln aus unserem Kleiderschrank, dem Schminkkasten und der Schmuckschatulle. Alle unsere äußeren Zutaten setzen Signale, die auf bestimmte Personen zielen. Wir möchten damit etwas bei anderen erreichen. Bin ich für mich allein, kleide ich mich zweckmäßig.

Nur Ver-kleidung braucht Publikum!

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